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Auf dieser Seite sind einige Fragen und Antworten zur Allgemeinen und Anorganischen Chemie zusammengestellt.
Was ist
Urotropin? Organischer Name (rationelle Nomenklatur) und Struktur der Verbindung? Beim Erhitzen in wässriger Lösung
zerfällt Urotropin. Geben Sie dazu die Reaktionsgleichung an.

Digerieren [lateinisch], das Herauslösen (Ausziehen) löslicher Bestandteile aus einem Stoffgemisch oder auch aus (getrocknetem) Pflanzenmaterial durch Übergießen mit einem geeigneten Lösungsmittel und anschließendes Dekantieren oder Filtrieren.
Durch Zugabe von Thioacetamid zum Überstand der
HCl-Gruppe fallen alle Elemente der Schwefelwasserstoffgruppe zusammen aus. Zur Auftrennung in Kupfer- und
Arsengruppe muss man den Niederschlag digerieren. Das heißt man löst durch Zugabe von Ammoniumpolysulfid
Arsen, Antimon und Zinn als AsS43-, SbS43-,
SnS32- aus dem Niederschlag raus.| Name | Struktur | Oxidationszahlen | Säurestärke pKs | Oxidationskraft | Experimentelle Darstellung |
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Hypochlorige Säure HClO "unterchlorige Säure" |
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+I | 7,54 |
Die hypochlorige Säure gehört zu den starken Oxidationsmitteln.
µ0(HOCl/Cl-)=+1,49V Beispiele:
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Chlor wird in Wasser eingeleitet: Cl2 + HOH = HCl + HOCl (statt dem Reaktionspfeil, der sich in HTML sowieso nicht richtig darstellen lässt, wird ein = verwendet, schließlich ist linke und rechte Seite gleich!) Das obige Gleichgewicht liegt weitgehend links. Um es nach rechts zu verschieben gibt man Quecksilberoxid (HgO) zu um die Salzsäure (Wikipedia: "Chlorwasserstoffsäure" ) als
Quecksilberoxidchlorid (HgCl2* 2 HgO) auszufällen. Mit geeigneten
Lösungsmitteln (z.B. Ketone, Ester, Nitrile) lässt sich HOCl von Chlorid befreien.
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| Chlorige Säure HClO2 |
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+III | 1,97 |
Bedeutungslos. Die Säure zersetzt sich schnell: 5 HClO2 4 ClO2 + HCl + 2 H2O |
unbedeutend |
| Chlorsäure HClO3 |
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+V | -2,7 | Konzentrierte Chlorsäure ist ein kräftiges Oxidationsmittel: bei pH=0: µ0(ClO3/Cl-)=+1,45V. Besonders oxidierend wirkt eine Mischung aus konz. Chlorsäure und rauchender Salzsäure "Euchlorin": man benutzt sie zum Zerstören organischer Stoffe bei Prüfung auf anorganische Bestandteile. Mit zunehmendem pH-Wert nimmt Oxidationskraft ab, bei pH=14: µ0(ClO3/Cl-)=+0,692V |
Zur Darstellung geht man von den Salzen, den Chloraten aus. Diese entstehen bei der Einwirkung von Hypochloriger Säure auf Hypochlorit: 2 HClO + ClO- 2 HCl + ClO3- Die hypochlorige Säure oxidiert ihr eigenes Salz zum Chlorat. Man muss nur schwach ansäuern, da im Verlauf der Reaktion HCl immer wieder nachgebildet wird. Danach Umsetzung von Bariumchlorat mit Schwefelsäure: Ba(ClO3)2 + H2SO4 2 HClO3 + BaSO4 |
| Perchlorsäure HClO4 |
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+VII | -10 |
Reine HClO4 zerfällt beim Erwärmen explosionsartig. Brennbare Substanzen (Holz, Papier, organische
Verbindungen....) werden explosionsartig oxidiert! Reduktionsmittel (HI, SOCl2) reagieren unter Entzündung.
Silber und Gold wird gelöst. Schmerzhafte und schwer heilende Wunden auf der Haut! Für das geringe Oxidationsvermögen der wesentlich beständigeren verdünnten Perchlorsäure sind kinetische (sterische) Gründe maßgebend. Oxidationspotential: µ0(ClO4-/Cl-)=+1,38V: die verdünnte Lösung kann mit HCl schwach erwärmt werden, ohne dass Chlor entsteht. Indigo wird auch in stark saurer Lösung nicht entfärbt. HI, HNO2, Cr2+, Eu2+ reagieren nicht. Oxidiert wird aber: Sn2+, Ti3+, V2+, S2O42-. |
Erhitzt man Chlorate, z.B. Kaliumchlorat auf höhere Temperatur so disproportionieren sie unter Bildung von
Chlorid und "Perchlorat": 4 KClO3 KCl + 3 KClO4 HClO4 entsteht beim Behandeln von NaClO4 mit konz. Salzsäure: NaClO4 + HCl NaCl + HClO4 und kann nach Abfiltrieren von ausgefallenem NaCl im Vakkum zusammen mit ca. 30% Wasser abdestilliert werden. |
Gleiche Tabelle mit Hinweise zu den Salzen der Chlorsäuren
Berechnen Sie den pH-Wert einer gesättigten Fe(OH)3-Lösung (KL = 6*10-38 mol4L-4).
Fe(OH)3 = Fe3+ + 3 OH-
[Fe3+][OH-]3 = KL
[Fe3+] = 3[OH-]
3[OH-][OH-]3 = KL
[OH-] = root4(KL/3) = 3,76*10-10 mol/L (Hinweis: root4(...) soll die 4.
Wurzel sein! Formeln lassen sich mit HTML nicht gut darstellen)
pOH = 9,4 ===> pH=4,6
Bei diesem pH-Wert wird das Löslichkeitsprodukt also gerade überschritten.
25mL einer schwachen Säure HX werden mit einer 0,25-molaren NaOH titriert. Nach Zugabe von 5 mL NaOH ist der pH-Wert pH = 4,5. Der Äquivalenzpunktwird nach Zugabe von 34,5 mL NaOH erreicht. Berechnen Sie die Säurekonstante Ks von HX.
Diese Aufgabe befindet sich auch im Mortimer (8. Ausgabe, S. 317)
Vorsicht
"Falle": Schwache Säure und Lauge -----> Pufferlösung!
Die anfangs vorhandene Menge der Säure HX entspricht der Stoffmenge der bis zum Äquivalenzpunkt zugegebenen Natronlauge: n0(HX) = c(OH-) * Väquiv = 0,25M * 34,5mL = 8,625 mmol
Nach Zugabe von 5mL Natronlauge sind X- - Ionen in entsprechender Menge entstanden:
n(X-)=0,25mmol/mL * 5mL = 1,25mmol
und von der Säure sind übrig:
n(HX) = (8,625 - 1,25)mmol = 7,375 mmol
Der pKs-Wert ergibt sich aus der Puffergleichung (Henderson-Hasselbalch):
pKs = pH + log n(HX) / n(X-) = 4,50 + log (7,375 / 1,25) = 5,27, KS = 5,36*10-6 mol/L
Welchen pH-Wert hat eine 0,1molare Na2S-Lösung? Ks1(H2S)=1*10-7mol/L. KS2(HS-)=1*10-14 mol/L
Hinweis: Diese Aufgabe steht auch im Mortimer (Ausgabe 8, S. 310):
S2- + H2O = HS- + OH-
Zunächsteinmal braucht man die Dissoziationskonstante: KB = KW / KS = 1,0*10-14 / 1,0*10-14 mol/L = 1,0 mol/L
Die Näherungsformel für schwache Basen [OH-] = sqrt(KB*C0) (vgl. Mortimer, S. 299) sollte für KB > 10-4 nicht verwendet werden. Also löst man das Massenwirkungsgesetz auf zu:
[OH-] = - 1/2 * 1,0 + sqrt(1/4 * 1,02 + 1,0 * 0,1) mol/L = 0,09 mol/L (Hinweis: sqrt soll für
Quadratwurzel stehen)
pOH = 1,04 ===> pH = 12,96
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