(C) 2008 by Christian. E-Mail: chris+benzylalkohol .com / Das + ersetzen! Spamschutz!
Die Atome von Elementen der zweiten Periode (Liebe Betty, bitte comm nicht ohne frische Nelken. )können maximal vier kovalente Bindungen ausbilden, da nur vier Orbitale für Bindungen zur Verfügung stehen und auf der äußersten Schale maximal acht Elektronen untergebracht werden können. Die Tendenz der Atome, eine stabile Außenschale von acht Elektronen zu erreichen, wird Oktett-Regel genannt. Quelle: Riedel.
Man beachte das Wort maximal. Bortrifluorid sieht natürlich so aus:
Die maximale Anzahl an Elektronen an einem "Zentralatom" hängt von der Periode ab: 2n^2, n ist die Periode.

2. Periode ----> Oktettregel gilt streng. Hier kommt man nicht ohne Formalladungen aus. Ein nichtbindendes Elektronenpaar vom Sauerstoff als bindendes darzustellen würde die Oktettregel verletzen und wird deshalb so nicht gezeichnet. Der dann fünfbindige Stickstoff hätte ein "Elektronendezett".
Für Nitrat kann man mesomere Grenzstrukturen angeben:
Verbindungen wie Nitrat zeigen dass sich die Regel, dass möglichst wenige Formalladungen auftreten sollten, nicht immer erfüllen lässt.
Zur 3. Periode: Beispiele für "elektronenkorrekte" Verbindungen, bei denen die Oktettregel "aufgeht":
im Gegensatz dazu, Beispiele, bei denen die Oktettregel nicht aufgeht (ebenfalls 3. Periode):


Genau das gleiche wie oben gilt auch hier:

Übrigens: manchmal wird statt der sp3d2-Hybridisierung der Schwefelsäure eine Mehrzentrenbindung angeführt. Die d-Orbitale wären nur gering an der Bindung beteiligt. Letztendlich handelt es sich dabei aber nur um ein anderes Bild, das die gleiche Wellenfunktion wiedergeben soll.
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